Sensibel


Synonyme

Wortformen: Sensibilität, Sensibelchen, Hochsensibilität

einfühlsam, empfindsam, feinfühlig, feinsinnig, rücksichtsvoll, taktvoll, unaufdringlich, gefühlvoll, verhalten, zartbesaitet, zartfühlend, diskret, sensitiv, empathisch, empfindlich, verletzlich, verwundbar, mimosenhaft

Steigerung: hochsensibel, Hochsensibilität (psychologisch), Idiosynkrasie (medizinisch)

Ähnlich: zartsinnig, zurückhaltend, schmerzempfindlich, knifflig, delikat, prekär, subtil

Englisch: sensitivity / sensitive


Wortherkunft

Aus französisch "sensible", abgeleitet aus lateinisch "sensibilis" = "mit Empfindung begabt, einer Empfindung fähig oder auch fühlen können".

Sensibilität: aus lateinisch "sēnsibilitās" = "Empfindungsfähigkeit"


Definition

Eine ausgeprägte Feinfühligkeit oder Empfindsamkeit gegenüber Menschen, Themen oder Ereignissen, die in gesteigerter Form als

Hochsensibilität Ausdruck findet. 

Psychologie: Sensibilität ist eine Feinfühligkeit /Empfindsamkeit oder Reizbarkeit durch Berührungs-, Druck- und Schmerzreize.

(http://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/sensibilitaet/14089)


Beschreibung

Sensibel oder Sensibilität ist die Fähigkeit, von besonderer Feinfühligkeit (sensitiv) oder Empfindsamkeit.

Sensible Menschen reagieren auf äußere Reize (auch schwache) stärker als andere und besitzen meist viel Sorgfalt, Umsicht und Fingerspitzengefühl. Einige Menschen sind nur in bestimmten Bereichen sensibel.

Sensibilität kann eine überdurchschnittlich hohe Wahrnehmungsfähigkeit auslösen, was sowohl positive als auch negative Konsequenzen haben kann.

In der Medizin spricht man von: "empfindlich gegenüber Schmerzen und Reizen von außen oder schmerzempfindlich sein."

Im unternehmerischen oder politischen bzw. diplomatischen Sinne kann ein Sachverhalt oder eine Information besonders viel Sorgfalt oder Fingerspitzengefühl erfordern, wenn es sich bsp. um sensible Daten handelt.

Hochsensibilität

Die gesteigerte Form der Sensibilität nennt man Hochsensibilität. Hochsensibilität ist eine Wahrnehmungsbegabung und keine

Krankheit, die ca. 15-20 % der Weltbevölkerung betreffen.

Hochsensible Menschen (auch "Highly Sensitive Persons" oder HSP genannt; geprägt durch die US-Amerikanische Psychologin Elaine N. Aron) besitzen eine durchlässigerer Filterung des Nervensystems von inneren und äußeren Reizen. Sie nehmen dadurch mehr über ihre fünf physischen Sinne wahr, als der durchschnittliche Mensch. So können sie z.B. besonders geräusch-, schmerz- oder lichtempfindlich sein.

Quelle: http://lexikon.stangl.eu/2896/hochsensibilitaet/

© Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik


Zitate

"Eine dicke Haut ist ein Geschenk Gottes."

Konrad Adenauer (1876 - 1967), deutscher Politiker

"Am sensibelsten reagiert man auf Vorwürfe, die man sich selbst schon gemacht hat."

Robert Lembke (1913 - 1989), deutscher Journalist und Fernsehmoderator.

"Zuviel Sensibilität darf man sich nicht leisten. Der Mensch ist wie der Käse: Er muß eine Rinde haben, sonst geht er kaputt."

Brendan Behan (1923 - 1964),irischer Dramatiker und Erzähler.

"Erst die Selbstvergessenheit führt zur Sensitivität, und erst die Selbsthingabe zur Kreativität.“

Viktor Frankl

"Man kann nur in Berührung sein, wenn man fühlt.“

Anaïs Nin

"Hochsensible Menschen werden viel zu oft als schwach oder „beschädigt“ gesehen. Aber intensiv zu fühlen ist kein Zeichen von Schwäche, es ist das Markenzeichen großer Lebendigkeit und großen Mitgefühls. Nicht der empathische Mensch ist kaputt, sondern unsere emotional behinderte Gesellschaft. Es ist nichts Beschämendes daran, Gefühle authentisch auszudrücken … denn das hält den Traum am Leben von einer menschlicheren Welt."

Anthon St. Maarten

"Ein wahrhaft sensibler und vernünftiger Mensch versucht naturgemäß, wenn ihn Übel und Ungerechtigkeit der Welt bekümmern, zunächst

dort gegen sie anzugehen, wo sie am deutlichsten zutage treten, nämlich bei sich selbst. Und damit wird er sein Leben lang beschäftigt sein."

Fernando Pessoa

"Wir Hochsensible sind ein Gesamtpaket. Unsere Sensibilität bedeutet auch, dass wir vorsichtig sind und mehr Zeit allein brauchen. Weil

Menschen ohne diese Eigenschaft (also die Mehrheit) das nicht versteht, sieht sie uns als ängstlich, schüchtern, schwach, oder – das

Schlimmste von allen – ungesellig. Aus Angst vor diesen Stempeln versuchen wir, wie die anderen zu sein. Doch das führt nur dazu, dass wir

noch überforderter und gestresster sind. Und dann bekommen wir noch einen Stempel: Wir seien neurotisch oder verrückt … erst sagen es die

anderen, und dann glauben wir es vielleicht selbst."

Elaine N. Aron


In den Medien

i.A.


Litaratur

i.A.


Letzte Bearbeitung am 10.08.2017

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