Resilienz

Hinweis: dieser Begriff ist noch in Arbeit


Synonyme

Wortformen: resilient

 

Widerstandsfähigkeit, Widerstandskraft, Resistenz, Robustheit, Belastbarkeit, Zähheit, Zähigkeit, Selbstregulation

Ähnlich: Standhaftigkeit, Standfestigkeit, Unverwüstlichkeit, Ausdauer, Spannkraft, Elastizität, Krisenbewältigung, Solidarität

Fremdwörter: Tenazität, Resistivität

Englisch: resilience


Wortherkunft

Aus lateinisch „resilire“ = „zurückspringen; abprallen“


Definition

Psychische Widerstandskraft; Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.


Beschreibung

Resilienz ist die mentale Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Belastungen, wie beispielsweise Schicksalsschläge, persönlichem Scheitern, Mobbing und harter Kritik. 

Resilient zu sein heißt, mit derartigen Situationen umgehen zu können ohne psychischen beziehungsweise seelischen Schaden davon zu tragen und bestenfalls gestärkt aus der Situation hervorzugehen. 

Resilienz kann entweder ein charakterliches Merkmal (angeboren) sein oder das Resultat aus einem entsprechend vitalisierend Umfeld, wie Familie, Freunde oder Mentoren.

In der Geschichte gibt es viele Beispiele von resilienten Menschen, wie Bill Clinton der trotz seiner schwierigen Kindheit, Präsident geworden ist.

Resilienz hat demnach viel mit unserer eigenen Denkweise zu tun, ob wir uns von Rückschlägen unterkriegen lassen, oder aus ihnen lernen und emotional gestärkt, aus ihnen hervorgehen. Sie beschreibt außerdem unsere psychische Widerstandsfähigkeit im Umgang mit Druck beziehungsweise Stress, der insbesondere von außen auf uns wirkt und welcher unserer Psyche und unserem Willen schaden kann.

Resilienz kann beispielsweise durch Optimismus, Gelassenheit und Humor erreicht oder gar dauerhaft etabliert werden.

Resilienz hat viel mit unserer eigenen Denkweise zu tun, ob wir uns von Rückschlägen unterkriegen lassen, oder aus ihnen lernen und emotional gestärkt, aus ihnen hervorgehen. Sie beschreibt unsere psychische Stärke im Umgang mit äußerlich einwirkenden Faktoren, welche unserer Psyche und unserem Willen schaden können.

Erlebnisse, die sehr traurig, wütend oder mutlos machten – z. B. durch Trennung, Kritik, Mobbing oder den Verlust eines wichtigen Menschen – können das Selbstvertrauen reduzieren und in Resignation oder Konfliktscheuheit münden. Wie schnell oder gut man derartige Erlebnisse oder Schicksalsschläge wegstecken kann, hängt mit seiner persönlichen Widerstandsfähigkeit beziehungsweise seiner Resilienz zusammen.

Förderlich für Resilienz ist, wenn man beispielsweise einem guten Freund, einem Arbeitskollegen, Familienangehörigen oder gar seinem Chef von seinen Sorgen erzählen kann, welche uns anschließend aufbauen und Mut machen.

Resilienz und Gruppendynamik

Auch Gruppen von Menschen können resilienzfördernd wirken. Hierbei handelt es besonders um solche, die einen starken Zusammenhalt haben – die eher als Kollektiv statt individuell einzeln orientiert sind – und sich dabei durch starke gemeinsame Werte auszeichnen. In der Resilienzforschung werden diese gemeinsamen Werte als „shared values“ bezeichnet.

Soziokulturell betrachtet löst praktizierte Solidarität (im Sinne von „solide“) Resilienz einzelner Gruppenmitglieder aber auch einer ganzen Gruppe aus.


Zitate

„The Problem ist not the problem. The Problem is your attitude about the problem.“

Captain Jack Sparrow (fiktive Figur aus „Fluch der Karibik“)

„Erfolg ist nicht endgültig, Misserfolg ist nicht fatal; was zählt, ist der Mut weiterzumachen.“

Winston Churchill (1874–1965)

„Morgen sei es noch so schlimm, ich hab heut gelebt.“

Horaz (65 v. Chr. – 8 v. Chr.)

„Die Welt zerbricht jeden und nachher sind viele an den gebrochenen Stellen stärker.“

Ernest Hemingway(1899–1961)


Literatur

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Letzte Bearbeitung am 23. November 2020

Autoren: Henry J. Knickenberg, Frank H. Sauer, Daniel Gross (Inhalte folgen noch)

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