Wertemodell nach Shalom H. Schwartz

Der Psychologe Shalom H. Schwartz und Wolfgang Bilsky haben in den 1980er Jahren die Frage gestellt, ob es so etwas wie globale Werte gibt, welche alle Menschen gemeinsam haben. Das Ergebnis ist ein heute oft zitiertes Wertemodell.

Konkret definierte Schwartz zuvor, dass die Werte einer Person, die sich auf dessen Ziele ausrichten, zwar abstrakt, aber als sog. Konzepte bzw. Überzeugungen definiert werden können. Diese Werte bilden sog. Leitlinien (Grundwerte) aus, welcher eine Person folgen kann. Dadurch kann die Identität eines Menschen herausgebildet werden.

Schwartz entwickelte zunächst ein bisweilen anerkanntes Wertemodell, welches aus 10 Werten besteht. Er stellte bestimmte Werte in seinem Modell gegenüber, ähnlich wie wir es im Einzelnen mit den „Antonymen Werten“ praktizieren (siehe Kapitel „Was sind Werte“). So stehen sich bei Schwartz z.B. folgende Wertekonzepte gegenüber:

Offenheit für Wandel
(Selbstbestimmung, Stimulation, Hedonismus)
versus Bewahrung des Bestehenden
   (Sicherheit, Tradition, Konformität)   
Selbststärkung
(Leistung, Macht)
versus Selbstüberwindung
(Universalismus, Humanismus)

Es wird behauptet, dass dieses Modell übereinstimmend und weltweit in unterschiedlichen Kulturen Anwendung findet. 

Schaubilder in deutscher Sprache sind hier zu finden:

http://www.migration.uni-jena.de/project4/values/index.php

Später hat Schwartz mit anderen Wissenschaftlern sein eigenes Modell überprüft und revidiert. So sind es nun 19 Werte, die zu 4 sog. Wertedimensionen zusammengezogen wurden.

Zusammenfassende und kritische Beschreibung mit der Liste aller 19 Werte finden Sie hier:

http://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/lernen/lernen-20121114-shalom-schwartz-werteverdopplung.html


Letzte Bearbeitung am 10.11.2018

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