Logotherapie und Existenzanalyse

Der Begriff Logotherapie ist zusammengesetzt aus griechisch „lógos“ = „Wort, Rede“, insbesondere dessen „Sinn und Gehalt“ und „therapeúein“ = „pflegen, sorgen“); der Begriff Existenzanalyse kann als „Seins-Entdeckung“ übersetzt bzw. interpretiert werden. Beide Begriffe stehen in Kombination für eine anthropologische Theorie und psychologische Behandlungsform, die der österreichische Neurologe und Psychiater Viktor E. Frankl (1905 bis 1997) begründete.

Frankl stützte seine Theorie auf die drei Seinsaspekte, nach denen der Mensch physisch (leiblich), psychisch (seelisch) und geistig (noetisch) zugleich existiere.

Die existenzanalytische Anthropologie betrachtet den Menschen somit als grundsätzlich entscheidungs- und willensfreies Wesen, das befähigt ist, sich gegenüber seinen inneren und äußeren Bedingtheiten zu verhalten und über sich selbst hinaus auf Sinn und Werte auszurichten. Durch diese potentielle Willensfreiheit und Eigenverantwortlichkeit ist der Mensch aufgefordert, über sich selbst und seine eigene Begrenztheit hinauszugelangen: Zwar ist der Mensch nie frei von Bedingtheiten und Prägungen persönlicher, typologischer, biologischer, sozialer und kultureller Art, doch innerhalb dieser Gegebenheiten trifft er täglich auf unzählige Situationen, die ihn herausfordern, mit ihnen in für ihn bestmöglicher Weise gestaltend umzugehen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Logotherapie_und_Existenzanalyse; 23.08.2017


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Letzte Bearbeitung am 29.10.2017