Liebenswürdigkeit


Synonyme

Wortformen: liebenswürdig, liebenswert

Aufmerksamkeit, Entgegenkommen, Freundlichkeit, Güte, Herzlichkeit, Höflichkeit, Kompliment, Verbindlichkeit, Warmherzigkeit, Wohlwollen, Zuvorkommenheit

Englisch: graciousness, lovableness, amiability, likability, charmingness (Reiz), kindness (Freundlichkeit), ingratiation (einschmeicheln).


Wortherkunft

Lieb: aus althochdeutsch „liop“ und mittelhochdeutschen „liep“ = „das Liebe, Angenehme, Geliebte, Wertvolle“; abgeleitet aus indogermanischen „leubh“ = „gern, lieb haben, begehren“. 

Würde: aus althochdeutsch „wirdī“ = „Ansehen, Verdienst, Ehrung“ (8. Jh.) und mittelhochdeutsch „wirde, wierde“ und mitteldeutsch „werde“ = „Wert, Ansehen, Ehre, Verehrung (Ehrenbezeigung)“.


Definition

Wert, geliebt zu werden. 

liebenswürdig: eine besonders freundliche, höfliche und zuvorkommende Art.


Beschreibung

Im Allgemeinen aber ist unter „liebenswürdig“ zu verstehen, dass sich eine Person sehr angemessen verhält und anderen die Möglichkeit gibt, sie zu „lieben“ beziehungsweise zu „mögen“. Die Liebenswürdigkeit einer Person setzt ein Mindestmaß an gewissenhaftem und sozialem Verhalten voraus.

Ob eine Person liebenswürdig ist oder nicht, liegt an den Erwartungen und Wertvorstellungen des Einzelnen sowie den jeweils subjektiven Betrachtungen. In den meisten Fällen ist ein offenes, freundliches, ehrliches, unaufdringliches und zuvorkommendes Benehmen förderlich, um als liebenswürdig zu gelten.

Wenn sich eine Person gesellschaftlich arglistig verhält oder bei seinen Mitmenschen keinen Anklang findet, bedeutet dies, dass sie nicht liebenswürdig für andere ist.


Zitate

"Die Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten."

Heinrich Theodor Fontane (* 30. Dezember 1819 in Neuruppin; † 20. September 1898 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als bedeutendster deutscher Vertreter des Realismus.

"Die Irrtümer des Menschen machen ihn eigentlich liebenswürdig."

Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar, geadelt 1782) gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung.


Autoren: Florian Sauer und Frank H. Sauer

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