Gelassenheit


Synonyme

Gemütsruhe, Ausgeglichenheit, Bedacht, Fassung, Bedachtsamkeit, Gefasstheit, Haltung, Gleichmut, Zurückhaltung, Selbstbeherrschung, Besonnenheit

Ähnlich: Geduld, Achtsamkeit, Charakterstärke, Gemütlichkeit


Wortherkunft

Der Begriff Gelassenheit ist das Nomen zum Adjektiv „gelassen“ (sein), welches von dem Partizip II des Verbs „lassen“ stammt. Dieses Wort entlehnt sich dem Mittelhochdeutschen: „lâʒen“, das die ursprünglichen Bedeutungen „schlaf oder matt“ hat.

In der mittelhochdeutschen Sprache wurde das Wort Gelassenheit einst mit „Gottergebenheit“ assoziierte.


Definition

Fähigkeit, in besonders diffizilen Situationen ruhig und besonnen zu bleiben.

In konstruktivem Sinne: Dinge oder Situationen so „sein“ zu „lassen“ (akzeptieren), wie sie scheinbar oder tatsächlich sind.


Beschreibung

Die Gelassenheit ist die Eigenschaft, besonders in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben und sich von den Gegebenheiten nicht oder kaum verunsichern zu lassen. Dies ermöglicht, durch ein vernünftiges Wahrnehmen von Sachverhalten, ein uneingeschränktes und unbeeinflusstes Handeln.

Ferner kann mit Gelassenheit auch die Charaktereigenschaft der allgemeinen inneren Ruhe beschrieben werden; meist verbunden mit der entsprechenden Ausstrahlung.


Zitate

"Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

Karl Paul Reinhold Niebuhr (21.06.1892 bis 01.06.1971) bedeutender amerikanischer Theologe, Politikwissenschaftler und Philosoph

"Ein heiterer Tag ist wie ein grauer, wenn wir ihn ungerührt ansehen.” Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832), deutscher Dichter der Klassik

“Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.”

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 bis 1916), österreichische Erzählerin

“Von der Gelassenheit bis zur gelassenen Heiterkeit ist noch ein weiter Weg.”

Deutsches Sprichwort

“Was in der Welt dir nicht gefällt musst du dir gelassen gefallen lassen.” Paul von Heyse (1830 bis 1914), deutscher Romanist und Novellist


Letzte Bearbeitung am 31.05.2017

Autoren: Florian Sauer und Frank H. Sauer

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