Disziplin

Siehe auch Selbst-Disziplin >>

Synonyme

Selbstdisziplin: Verpflichtung, Einordnung, Unterordnung, Gewissen, Ethos, Verantwortungs-Bewusstsein, Wertmaßstäbe, Moral.

Fremddisziplin: Dressur, Drill, Befehl, Anweisung, Ordnung, Schliff, Handlungsregeln.

Wortherkunft

Der Begriff stammt aus dem lateinischen "disciplina", was soviel wie Lehre, Zucht, Schule, Ordnung (systemisch) bedeutet.

Definition

  1. das Einhalten von bestimmten Vorschriften, vorgeschriebenen Verhaltensregeln o. Ä.; das Sicheinfügen in die Ordnung einer Gruppe, einer Gemeinschaft.
  2. das Beherrschen des eigenen Willens, der eigenen Gefühle und Neigungen, um etwas zu erreichen.
  3. Wissenschaftszweig; Teilbereich, Unterabteilung einer Wissenschaft
  4. Teilbereich, Unterabteilung des Sports; Sportart.

(Quelle: Dudenverlag)

Beschreibung

Somit gibt es verschiedene Bedeutungen, die im Sinne eines Wertes die Punkte 1 und 2 betreffen. Dennoch ist die ursprüngliche Bedeutung gemeinsamer Natur.

Wir unterscheiden im Zusammenhang mit "Wert" zwischen Selbst-Disziplin und fremdgesteuerte Disziplin.

Selbst-Disziplin

Selbstdisziplin – auch Selbstbeherrschung genannt – ist das eigenkontrollierte Denken und Handeln, mit dem ordnungsorientierten Zweck, Ziele (auch Teilziele) nach vorgegebenen Maßgaben und Werten zu erreichen. Ordnungsorientiert bezeichnet hier z.B. Richtlinien, Regeln, Rituale, etc.

Die zu erreichenden Ziele können entweder selbst aufgestellt oder auch aus einer hierarchisch übergeordneten Instanz vorgegeben sein.

Gesteuerte Disziplin

Das Einfordern von Disziplin bedeutet, dass sich Personen Geboten, Verboten und Anweisungen unterwerfen müssen. Ob diese Form des Gehorsams eine selbstbestimmte oder fremdgesteuerte Unterordnung ist, spielt aus Sicht der Autorität oder Majorität in vielen Fällen keine wesentliche Rolle. Die Autorität ist meistens eine Person oder eine Gemeinschaft. Es kann sich aber auch um eine überzeugende Idee, einen Gott oder das eigene Gewissen handeln.

Zitate

"Denn jeder, der sein innres Selbst nicht zu regieren weiß, regierte gar zu gern des Nachbars Willen, eignem stolzem Sinn gemäß."

Johann Wolfgang von Goethe

"In unserer Zeit besteht keine Gefahr eines Übermaßes an Disziplin, Pflichtgefühl und Gemeinschaftsdienst. Heute herrscht weit eher ein Mangel an der Fähigkeit, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, sondern sich zugunsten von anderen zurückzustellen."

Richard von Weizsäcker (*1920), deutscher Politiker (CDU) und

6. Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

"Disziplin ist nur eine Frage der Zielbewusstheit. Wer seine inneren Bilder klar vor Augen hat, kann die nächste Handlungsgelegenheit gar nicht abwarten."

Arnold Schwarzenegger

Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu schmieden. (Konfuzius)

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