Demut


Synonyme

Ergebenheit, Ergebung, Hingabe, Opferbereitschaft, Devotion, Humilität


Wortherkunft

Aus mittelhochdeutsch dēmu(o)t; entwickelt aus althochdeutsch diemuotī und diomuoti = zusammengesetzt aus „dienen“ und „Mut“ – also quasi „mutiges dienen“ oder auch „Die Gesinnung eines Dienenden“.


Definition

Bewusstsein über eine höher stehende Macht.


Beschreibung

Der Duden sagt: „In der Einsicht in die Notwendigkeit und im Willen zum Hinnehmen der Gegebenheiten begründete Ergebenheit.“

Ob Demut in der heutigen Zeit nützlich oder eine überholte Tugend ist, darüber kann man sicher lange streiten. Dennoch ist die „respektierende“ Form der Demut zwischen und innerhalb von z.B. Generationen, Hierarchien und Kompetenzen sinnvoll, wenn diese Majorität einen vernünftigen und zeitgemäßen Erziehungs- bzw. Führungsstil pflegt. Die grundlos „unterwerfende“ Form der Demut kann als zweifelhaft bezeichnet werden, da ein vernünftiger Zweck (sinnstiftendes Motiv) fehlt. 


Zitate

"Demut ist eigentlich nichts anderes als eine Vergleichung seines Wertes mit der moralischen Vollkommenheit."

Immanuel Kant (22.04.1724 - 12.01.1804), Deutscher Philosoph und Begründer der modernen Philosohie.

"Demut und Bescheidenheit sind für mich Begriffe, die zu Unrecht vollständig ausgestorben sind."

Dieter Nuhr (*1960), Deutscher Kabarettist und Comedian.

Quelle: Stern Nr.4/2011 Seite 115

"Selig, wer sich vor Untergebenen so demütig benimmt, wie wenn er vor seinem Obern und Herrn stünde." 

Franz von Assisi (um 1181 - 1226), italienischer Mönch und Ordensgründer.


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