Agilität

Werte-Antonym: Besonnenheit, traditionell


Synonyme

Wortformen: agil

Gewandtheit, Vitalität, Wendigkeit

Ähnlich: Flexibilität

Synonyme für agilvital, wendig, betriebsam, beweglich, flexibel, energiegeladen, geschäftig, geschickt, gewandt, lebhaft, quecksilbrig, rege, rührig, temperamentvoll, (negativ) unruhig, regsam, (schweizerisch) vif

Englisch: agility


Wortherkunft

Abgeleitet aus lateinisch "agilis" = gewandt, wendig, flink, tätig, regsam, geschäftig, eifrig. Agilis stamm ab von "agere" = (unmittelbares) tun, handeln, machen (agieren).


Definition

Agilität ist die Eigenschaft bzw. Fähigkeit agil zu sein.

Agil ist unmittelbares Agieren und die Eigenschaft jederzeit und unmittelbar (ohne jegliche Zeitverzögerung) reagieren zu können.


Beschreibung

Agilität ist Voraussetzung für jede Veränderung.

Notwendige oder zwangsläufige Veränderungsprozesse bedingen bestimmter agilen Eigenschaften.

Agilität hat in folgenden Bereichen eine Bedeutung und Relevanz:

  • Mechanik, Physis (Maschinen, bewegliche Körper)
  • Denkvermögen (kreative Psychologie)
  • Teamstrukturen (effektive Personalentwicklung)
  • Entwicklungsprozessen (innovatives Projektmanagement)
  • Steuerungsprozesse (effizientes Engineering)

Der Zweck von Agilität ist, reibungslose, wirksame, schnelle, effiziente, effektive und dynamische Systeme und Strukturen zu erschaffen und zu etablieren.

Agilität ist selten eine Konstante, sie muss deshalb regelmäßig oder im bestimmten Turnus sicher- bzw. hergestellt werden. Sie kann in vielen Fällen immer weiter optimiert (auch trainiert) werden.

Agilität in Unternehmen bzw. Organisationen

Agilität ist die besondere Fähigkeit einer Organisation (Unternehmen, Projektteam, etc.) sich auf Veränderungen (Wandel, Transformation) einzustellen und entsprechend zu "agieren".

Diese Fähigkeiten sind in folgende Kategorien eingeteilt:

In Summe entsteht Flexibilität, Innovation, Aktionsfreude und der Anspruch, höhere Nutzen bei Produkten und Dienstleistungen zu generieren.

Weiterhin entstehen die Kompetenz der Anpassungsfähigkeit sowie die generelle Grundeinstellung, Veränderungen zu akzeptieren und gemeinschaftlich optimistisch zu handeln.

Der Fokus der Agilität liegt besonderes auf dem WIE (Geisteshaltung, Wertvorstellungen) sowie in Teilen auch dem WARUM, anstatt auf dem WAS getan werden sollte/müsste bzw. muss.

Mit dem Begriff Agilität entstanden Arbeitsweisen und Methoden (z.B. Scrum), die Wettbewerbsvorteile herstellen sollten, insbesondere in Zeiten von großem und/oder schnellem Wandel. Agiles Arbeiten und Managen ist das Gegenkonzept von traditionellem Denken und Handeln, das bis dato an  Bürokratie und starren, hierarchischen Strukturen festhielt.

Siehe auch den Kurzfilm "Agile Skalierung illustriert" im Anhang (unten).


Zitate

"Ironie ist klares Bewusstsein der ewigen Agilität, des unendlich vollen Chaos."

Friedrich Schlegel (10.03.1772 bis 12.01.1829), deutscher Kulturphilosoph, Schriftsteller, Literatur- und Kunstkritiker, Historiker und Altphilologe


In den Medien

Agilität in Unternehmen - Illustrierter Kurzfilm

Luna möchte Agilität unternehmensweit skalieren, aber wie könnte das aussehen? Ein illustrierter Film, der die Philosophie und Herausforderungen veranschaulicht.


Literatur

Agiles Projektmanagement: Scrum, Use Cases, Task Boards & Co.

Mit agilem Projektmanagement können Sie flexibler auf Veränderungen reagieren und Sie verfügen über größere Steuerungsmöglichkeiten. Der Autor zeigt Ihnen, wie Sie unterschiedliche Prinzipien und Techniken miteinander kombinieren, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen.

Inhalte:

  • Wie agiles Projektmanagement funktioniert
  • Die besten Einsatzmöglichkeiten
  • Die agilen Prinzipien: mehr Flexibilität, Selbstverantwortung, Reviews und Retroperspektiven
  • Die agilen Techniken: Task Boards, Daily Standups, Use Cases u.v.m.
  • Klassische und agile Methoden im Mix

Taschenbuch (20. Februar 2015)

von Jörg Preußig



Letzte Bearbeitung am 27.07.2017

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