Freiheit

Werte-Antonym: Sicherheit

Synonyme

Unabhängigkeit: Ungebundenheit, Eigenständigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Liberalität, Libertät, Autarkie, Autonomie, Independenz, Selbstbestimmung.

Freisein: Freiheitlichkeit, Bewegungsfreiheit, Freizügigkeit.

Wortherkunft

Aus althochdeutsch „frīheit“ = „freier Sinn“ oder „verliehenes Privileg“ sowie aus mittelhochdeutsch „vrīheit“ = „Frei als Status“ oder „Privileg“, „Asyl“ und „Zufluchtsort“.

Beschreibung

Freiheit ist ein politisch-philosophischer Begriff im Sinne des Liberalismus (aus lateinisch „libertas“ = Freiheit).

Freiheit ist ein Zustand, bei dem ein Individuum ohne jeglichen äußeren und inneren Zwang zwischen mehreren Optionen und Alternativen selbstbestimmt wählen (entscheiden) kann.

Kurz: Vollständige Autonomie eines Subjekts.

Diese Form der Freiheit wird auch als ein Zustand beschrieben, in dem jemand von persönlichen oder gesellschaftlichen Verpflichtungen und Bindungen frei ist und deswegen keinerlei Zwang oder Last empfindet.

Weitere Bedeutungen

Die Möglichkeit, sich frei und ungehindert zu bewegen = das Nichtgefangensein.

Das zugeordnete oder selbst genommene Recht, etwas Bestimmtes zu tun (Kompetenz, Auftrag, Zugeständnis).

Zitate

"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren."

Benjamin Franklin (1706-1790), nordamerikanischer Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Staatsmann

"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden. Nicht wegen des Fanatismus der ‚Gerechtigkeit‘, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die ‚Freiheit‘ zum Privilegium wird."

Rosa Luxemburg (1871-1919); einflussreiche Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus und des Antimilitarismus sowie des sog. "proletarischen Internationalismus".

"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will."

Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge und Mitbegründer der Aufklärung

"Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime der freien Menschen. Sie kennen kein anderes Sollen als dasjenige, mit dem sich ihr Wollen in intuitiven Einklang versetzt; wie sie in einem besonderen Falle wollen werden, das wird ihnen ihr Ideenvermögen sagen."

Rudolf Steiner aus "Philosophie der Freiheit"

Literatur

Die Philosophie der Freiheit

Das grundlegende Werk von Rudolf Steiner über das Erkennen und die menschliche Freiheit. Die Philosophie der Freiheit beweist, dass der Mensch der Freiheit - des selbstbestimmten Denkens und Handelns - fähig ist.

Die Philosophie der Freiheit ist mehr als ein philosophisches Buch: sie ist ein Schulungsweg, der den Leser zur Erfahrung des lebendigen Denkens und zur Bewusstwerdung seines Geistes führt.

Aus der Selbsterkenntnis des menschlichen Geistes geht eine Erneuerung des Handelns und damit der Welt hervor.


Letzte Bearbeitung: 08.03.2016

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"Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu schmieden."

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